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Mitglied BDZ (02054)

Letzte Aktualisierung am: 19.03.2011

CHRONIK

Im Jahre 1924 wurde der Wanderbund „Vergißmeinnicht“ in „Mandolinen-Orchester Herringen“ umbenannt, weil das Wandern in den Hintergrund trat und die Vereinsmitglieder lieber musizierten. Gitarren waren von Anfang an immer als Instrumente dabei und die Mandolinen ersetzten die zuerst mitbenutzten Geigen.

In den Jahren danach wurde das Publikum durch die Massenmedien verwöhnt, das Freizeitverhalten veränderte seine Strukturen und das Orchester musste sich durch besondere Programmgestaltungen das Interesse der Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder neu gewinnen. Konzertverpflichtungen in die nahe und weitere Umgebung gaben dem Orchester einen neuen Aufschwung. Weitblickend wurde zwischenzeitlich ein Jugendorchester gegründet, deren damalige Mitglieder teilweise heute noch aktiv sind. Durch einzelne Jugendliche wurden in den siebziger Jahren gute Plazierungen beim Wettbewerb "Jugend musiziert" erreicht. In einem internationalen Wettstreit in Holland belegte das Mandolinen-Orchester-Herringen einen 1. Platz von 18 Teilnehmern und bei einem weiteren Wettbewerb von 29 Teilnehmern den 3. Platz. Ebenso wurde beim internationalen Wettbewerb in Koslar im Mai 2003 der 3. Platz erreicht.

Das vielfältige Repertoire besteht aus mehr als 900 Musikstücken. Es reicht von der Klassik über Oper, Operette bis hin zur Folklore, besinnlicher Musik oder rasanten Rhythmen. Oft werden die Konzerte auch gemeinsam mit Chören, Gesangs- oder Musiksolisten sowie anderen Mandolinenorchestern durchgeführt. Auftritte mit zahlreichen Chören und die Konzertreisen nach Frankreich und Italien waren sehr erfolgreich. Ein Höhepunkt war ein Konzert mit Ivan Rebroff aus Anlass des 100-jährigen Geburtstages vom Gesangverein Konstantia im Kurhaus in Hamm.

Aber auch auf privaten Anlässen wird wie vor fast 90 Jahren aus "Freude an der Musik" gekonnt aufgespielt. So musizieren auch heute noch 25 Mitglieder mit den Zupfinstrumenten Mandoline, Mandola, Gitarre und dem Streichinstrument Kontrabass. Neben der neapolitanischen Mandoline werden überwiegend „Hübert“-Instrumente benutzt. Dabei handelt es sich um in Handarbeit gebaute Mandolinen nach dem Vorbild der russischen Domra. Durch diese Kombination haben die Gestaltungsmöglichkeiten des Orchesters an Breite gewonnen. Der liebliche Klang des italienischen Instrumentes und der etwas herbere und stärkere Ton der „Hübert“-Mandoline geben die Möglichkeit, die Klangfarbe dem Charakter der verschiedenen Musikstücke anzupassen. 

Nachwuchs ist im Orchester weiterhin herzlich willkommen. Zu den Proben, die jeden Dienstag in der Aula der Friedrich-Ebert-Realschule in Hamm, Auf dem Hilkenhol 1-3, um 19:30 Uhr stattfinden, wird jeder Neuankömmling eingeladen, einmal reinzulauschen um vielleicht bei Gefallen mitzumachen. Ein Ansprechpartner bei musikalischen Fragen ist Thorsten Jaschkowitz der seit 1995 das Orchester leitet, zu erreichen unter 02599-759396.